11. Januar 2018 - Kommentare deaktiviert für Microsoft Store akzeptiert Bitcoin – mal wieder

Microsoft Store akzeptiert Bitcoin – mal wieder

Nachdem Microsoft den Bitcoin wegen mangelnder Stabilität vor ein paar Tagen erneut als Zahlungsmittel im hauseigenen Store ausgesetzt hat, wird dieser nun wieder akzeptiert. Das war nach 2015 und 2016 nun schon das dritte Mal, dass man kurzfristig im Microsoft Store nicht mit Bitcoin bezahlen konnte. Der Softwarekonzern aus Redmond hat eigentlich eine führende Rolle…

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11. Januar 2018 - Kommentare deaktiviert für Schweiz gründet Blockchain-Taskforce – Deutschland weiter auf dem Wartegleis

Schweiz gründet Blockchain-Taskforce – Deutschland weiter auf dem Wartegleis

Der Schweizer Bundesrat hat um deren Adaption im Land voranzutreiben eine Blockchain-Taskforce gegründet, dies berichtete unter anderem die Handelszeitung im Dezember. An diesem Freitag, dem 12. Januar, trifft sich die Arbeitsgruppe nun zum ersten Mal. Ihre Aufgabe soll es sein, im Zuge voraneilender Nutzung von Blockchain- und Kryptowährungen gesetzlichen Handlungsbedarf zu klären. Damit reagieren die…

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10. Januar 2018 - Kommentare deaktiviert für Die Reue des Jamie Dimon – Mainstream-Etablierung en route

Die Reue des Jamie Dimon – Mainstream-Etablierung en route

Jamie Dimon, Geschäftsführer der amerikanischen Großbank JPMorgan Chase, war eine der ersten und lange Zeit prominentesten Stimmen, die laut am Bitcoin zweifelten. Im September hatte er noch prognostiziert, Bitcoin werde mit einem baldigen Crash enden. Diese Woche lässt er verlauten, er bereue den Bitcoin als „Fraud“ (Deutsch: Betrug) bezichtigt zu haben. An Dimons Umdenken spiegelt…

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10. Januar 2018 - Kommentare deaktiviert für 13 Prognosen für 2018

13 Prognosen für 2018

Was passiert mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen? Welche Währung wird abräumen, welche abstürzen? Was wird uns in Sachen Regulierung erwarten, was wird die nächste Killer-App werden? Wir werfen unsere Glaskugel an und wagen 13 Prognosen – die natürlich reine Spekulation sind.

Bitcoin wird langweilig

Zumindest auf der Oberfläche. Der MemPool wird sich beruhigen, weil Bitcoin viele kleinere Zahlungen abschüttelt und SegWit langsam zündet. Das Chaos mit den Bestätigungen wird sich legen, doch ein merklicher Zugewinn an Kapazität wird ausbleiben. Das Lightning Netzwerk wird nur maginal genutzt werden, und es wird für externe Beobachter aussehen, als würde Bitcoin stagnieren und sich in einer Nische als stabiles, unveränderbares digitales Gold festsetzen.

Wenn man genauer hinschaut, wird jedoch ein erstaunlicher Fortschritt sichtbar werden: Lightning wird den dezentralen Wechsel in andere Währungen per Atomic Swaps ermöglichen, auf SegWit werden Mast und Schnorr-Signaturen die Basis-Schicht weiter verbessern, und, wer weiß, vielleicht kommt auch die Implementierung von Confidential Transactions einen Schritt voran. Bitcoin wird auch im Jahr 2018 die beste, sicherste und stabilste Kryptowährung bleiben.

Offchain wird ein Ding

Allerdings nicht bei Bitcoin, sondern bei Ethereum. Es gibt Dutzende von Gründen, warum: Etwa weil State Channels bei Ethereum etwas vollständig neues ermöglichen – schnellere, günstigere und komplexere Smart Contracts – während das Transaktionsgeschehen von Bitcoin einfach auf andere Blockchains oder PayPal migrieren kann. Weiter sind die Ethereum-Wallets schon bereit für die komplexen Smart Contracts, und die großen Contracts auf Ethereum könnten der perfekte Anfang sein, um die ersten Hubs eines offchain-Netzwerkes zu bilden.

Vor allem aber braucht Ethereum Offchain-Kanäle viel dringender als Bitcoin. Ein digitales Gold mit moderaten bis hohen Transaktionsgebühren funktioniert auch onchain. Der dezentrale Weltcomputer, den Ethereum bilden will, ist rein onchain gar nicht mal denkbar. Daher werden wir 2018 vermutlich Raiden (Ethereums Lightning Network) und Plasma (Sidechains) in Aktion erleben. Ein Stipendium der Ethereum-Foundation könnte helfen, diese Entwicklung voranzutreiben.

Sollte dies jedoch ausbleiben, steht Ethereum ein stagnierendes, enttäuschendes und verheerendes Jahr bevor.

Bitcoin Cash wird die Währung für Alltagstransaktionen

Bekommt aber Konkurrenz durch Litecoin, Dash oder Zcash. Nachdem Bitcoin aufgehört hat, als Alltags-Zahlungsmittel nützlich zu sein, ist eine Lücke im Markt entstanden. Derzeit ist Bitcoin Cash der aussichtsreichste Kandidat, um sie zu schließen, da hinter ihm die größte Dynamik zu stecken scheint. Wenn BitPay im Frühjahr wie angekündigt Bitcoin Cash aufnimmt, könnte dies den Forkcoin zu einem weit verbreiteten Zahlungsmittel machen.

Allerdings möchte nicht nur Bitcoin Cash in diese Lücke springen. Auch Litecoin trumpft mit immer mehr Transaktionen auf, und auch Kryptowährungen wie Dash oder Zcash sind gut aufgestellt, um als Payment-Coin zu punkten. Bitcoin Cash wird es also nicht leicht haben, und 2018 wird voraussichtlich sehr vom Kampf um den Platz des neuen Coins für Alltagszahlungen geprägt werden.

Für IOTA wird 2018 ein entscheidendes Jahr

Make it or break it: Für IOTA wird 2018 spannend. Die vor allem von der deutschen Wirtschaft hoch geschätzte Kryptowährung für das Mikropayment von Maschinen wird sich in diesem Jahr beweisen müssen. Wird es gelingen, den zentralen Koordinator auszuschalten? Wird das Netzwerk stabil laufen, ohne die Ausfälle und Aussetzer, die wir im letzten Quartal 2017 öfter mal gesehen haben? Wird IOTA es schaffen, dauerhaft Spam zu vermeiden, und wird sich das System tatsächlich stabilisieren, wenn das Transaktionsvolumen zunimmt, so wie es die Entwickler prophezeien?

All das und mehr wird noch zu sehen sein. Sollte IOTA im Jahr 2018 die vielen Herausforderungen bestehen, hat die Währung eine gute Chance, sich nachhaltig für die “Machine Economy” aufzustellen und weiterhin die wichtige Unterstützung der europäischen Industrie zu genießen. In dem Fall spricht nichts dagegen, dass IOTA dauerhaft eine der Top-Kryptowährungen bleibt. Sollte IOTA aber an den selbst gesteckten Zielen scheitern, könnte der Coin tief abstürzen.

Monero wird sich im Darknet durchsetzen

Unter den Coins mit besonders guter Privatsphäre ist Monero ohne Zweifel am beliebtesten. Im Darknet hat sich die Kryptowährung bereits relativ weit durchgesetzt. 2018 könnte das Jahr werden, in dem Monero Bitcoin als “Einheitswährung des Cybercrime”, wie Europol schon 2015 schrieb, ablöst.

Es dürfte jedoch abzusehen sein, dass die Polizei dies nicht tolerieren wird. Aufgrund der unschlagbaren Anonymität werden sich die Blockchain-Analyse-Tools an Monero die Zähne ausbeissen. Daher werden die Regierungen womöglich keine andere Wahl haben, als Monero – bzw. den Handel damit – zu verbieten, und / oder bereits den Kontakt mit Monero zum Anlass für einen Verdacht oder eine Nennung in einschlägigen Listen zu machen. Der Aufstieg von Monero könnte sogar zu einer strengeren Regulierung anderer Kryptowährungen führen – und, allgemeiner gesagt: Einen langfristig unvermeidbaren Konflikt zwischen Krypto und Staat ausbrechen lassen.

Viele Einhörner werden geschlachtet

Derzeit gibt es im gesamten Kryptomarkt rund 40 Währungen, die eine Marktkapitalisierung von mehr als einer Milliarde Dollar haben. Man könnte von Krypto-Einhörnern sprechen. Von diesen Währungen werden lediglich eine Handvoll tatsächlich genutzt (Bitcoin, Bitcoin Cash, Ethereum, Litecoin, Monero, IOTA), und eine weitere Handvoll sind eine Art funktionales Backup auf diese Coins (Dash, Zcash, Bytecoin, Ethereum Classic). Alles weitere dürfte Experiment und Spekulation sein.

Es gibt keine reale ökonomische Aktivität, die die Existenz von 40 Krypto-Einhörnern rechtfertigt. Vermutlich gibt es in der Welt nicht einmal den Bedarf nach 40 Kryptowährungen mit dieser Marktkapitalisierung. Es ist durchaus möglich, dass diese Anzahl 2018 zunächst noch weiter steigt. Aber es ist sehr wahrscheinlich, dass wir in diesem Jahr noch ein Gemetzel unter diesen Einhörnern sehen werden.

ICO werden weniger spannend, beginnen aber, Aktien abzulösen

Die Zeit der unregulierten Wild-West-ICOs mit blendenden Gewinnen und surrealen Einnahmen dürfte vorbei sein. ICOs bleiben aber weiterhin ein Mittel, um Geld einzusammeln. Wir prophezeien zwei Trends: Auf der einen Seite werden die unregulierten ICOs noch unseriöser und die Gefahr, auf einen Betrüger reinzufallen, wird noch weiter steigen. Dies wird ICOs für die profitverwöhnte Krypto-Community reizlos machen.

Auf der anderen Seite finden ICOs ein immer stärkeres Interesse von Unternehmen, die an sich nichts mit Krypto zu tun haben. Dies sowie die zunehmende regulatorische Sicherheit bei ICOs könnte dazu führen, dass die Blockchain-Token mehr und mehr zur Alternative zu Aktien, Mittelstandsanleihen oder Genussrechten werden. Möglicherweise werden wir sogar erleben, dass etablierte Börsen in Europa den Handel mit ICO-Token anpeilen.

Nicht-fungible Token werden zum Trend

Während die meisten ICOs fungible Token herausgegeben haben, die sich gleichen wie ein Ei dem anderen, sind nicht-fungible Token individuell. Das Spiel CryptoKitties hat Ende 2017 bewiesen, dass die Token funktionieren und am Markt ankommen. Die Anwendungsmöglichkeiten sind breit und werden vermutlich 2018 ausgelotet.

Man kann nicht-fungible Token nicht nur in diversen Spielen verwenden. Auch der Einsatz für alle Arten von Sammelgütern kommt in Frage. Wichtiger dürfte er aber bei Themen wie Grund- und Vermögensverwaltung sein: Nicht-fungible Token können etwa Grundstücke, Immobilien, Kunstwerke und Versicherungen darstellen. Dass es hierfür nun einen Standard gibt, könnte den Einsatz von Blockchain-Technologie etwa in der öffentlichen Verwaltung erheblich beschleunigen.

Es wird eine Form von Blacklisting geben

Wir haben es beim Thema Monero schon angedeutet: Die Regulierer werden weiter die Schrauben anziehen. Nachdem so gut wie alle Börsen der Welt die Kunden identifizieren und diverse Unternehmen ausgefeilte Blockchain-Analyse-Tools entwickelt haben, steht einem Blacklisting nicht mehr viel im Wege.

Blacklisting bedeutet, dass die Unternehmen “schmutzige Adressen” austauschen. Coins, die mit einer solchen Adresse in Kontakt stehen, werden von Börsen oder Händlern nicht mehr akzeptiert. Während es bereits möglich ist, solche Adressen zu markieren, dürften die Datenschutzgesetze es noch schwer machen, die Daten in einem Maß auszutauschen, das für ein globales Blacklisting notwendig ist. Vor allem aber muss ein Blacklisting auch in die privaten Wallets integriert werden, um nicht in Chaos beim User zu enden.

Es wird also noch ein relativ weiter Weg sein, bis ein umfassendes Blacklisting Wirklichkeit wird. Aber 2018 werden vermutlich weitere große Schritte in diese Richtung gemacht werden. Eventuell werden wir die ersten Experimente und die ersten Blacklists sehen.

Finanzämter werden lernen, Kryptowährungen zu lieben

Mittlerweile sind die Finanzämter weltweit wach geworden. Menschen haben mit Kryptocoins Millionen verdient, und nun will der Staat seinen Anteil. Viele, die gedacht haben, dass Bitcoin und Co. vor dem Zugriff der Steuerfahndung schützen, werden auf die harte Tour lernen, dass sie damit falsch lagen. Die Finanzämter werden durch die Krypto-Millionäre sehr viel einnehmen.

Weiter werden die Finanzämter im Jahr 2018 den Datenabgleich mit Kryptobörsen und der Blockchain intensivieren. Möglicherweise werden die Behören auch begreifen, dass Bitcoin perfekt geeignet ist, um die Steuerschuld der Bürger zu ermitteln, da man Transaktionen automatisiert auf der Blockchain prüfen kann, anstatt sie stückweise bei der jeweiligen Bank abzufragen. Wer weiß, vielleicht werden SAP und Datev Kryptowährungen in ihre Software integrieren, und vielleicht findet das Finanzministerium Bitcoin so toll, dass es Steuererleichterungen für Zahlungen mit Krypto gibt? Aber das ist vermutlich zu weit gedacht …

Der internationale Handel wird Kryptowährungen benutzen

Wir hatten im Jahr 2017 die ersten Anzeichen dafür, dass Unternehmen beginnen, Bitcoin für den internationalen Handel zu benutzen. Dieser Trend wird sich 2018 fortsetzen und verstärken. Wir werden sehen, wie Frachter mit Rohstoffen, Immobilien und vieles mehr mit Kryptowährungen bezahlt werden.

Die seit kurzem auf der Börse von Chicago angebotenen Futures könnten ein wertvolles Instrument werden, um Kryptowährungen für den internationalen Handel nutzbar zu machen. Sie erlauben es Unternehmen, sich gegen Verluste durch die schwankenden Preise abzusicheren. Die Chancen stehen gut, dass vor allem stark internationalisierte Firmen in diesem Jahr beginnen werden, Bitcoin oder andere Kryptowährungen als Instrument zu verwenden, um die globalen Lieferketten zu optimieren.

Interessant könnte es auch werden, wenn diesen Lieferketten zugleich Blockchain-Technologie einsetzen, um die Transparenz zu erhöhen. Dies wird durch zahlreiche Projekte versucht. Gut möglich, dass das eine oder andere in diesem Jahr zünden wird.

Die Märkte werden sich weiter in mehr Altcoins diversifizieren

Bitcoin verliert kontinuierlich an Marktanteilen, und während andere Kryptowährungen wie Ethereum zwar gewinnen, reicht dies doch nicht, um die Lücke vollständig zu füllen. Daher wird der Anteil einzelner Kryptowährungen am gesamten Markt immer kleiner, und ein immer größerer Anteil entfällt auf die “sonstigen Währungen”.

Noch konzentrieren sich die Märkte relativ stark auf Bitcoin und Ethereum. Doch dies könnte sich wandeln. In Zukunft könnte ein Marktanteil von 5 Prozent bereits unfassbar hoch sein. 2018 dürfte sich der bisherige Trend fortsetzen. Die Kryptomärkte dezentralisieren sich, und die Investoren werden darauf reagieren, indem sie ihr Portfolio weiter diversifizieren. Es wird zum Standard werden, dass Plattformen und Zahlungsdienstleister eine Vielzahl an Coins annehmen.

Dezentrale Börsen und Marktplätze werden immer wichtiger

Die letzten 1-2 Jahre haben die ersten dezentralen Börsen und Marktplätze hervorgebracht. Etwa eine lokale Software wie Bisq oder OpenBazaar, ein Smart Contract auf Ethereum wie EtherDelta, oder eigene Blockchains wie Particle oder Syscoin. Bislang konnte noch keine dieser Plattformen wirklich zünden.

2018 könnte es dazu kommen, dass diese dezentralen Handelsplattformen an Fahrt aufnehmen. Dies könnte ein ganz neues Kapitel in der Geschichte der Kryptowährungen beginnen, da dann nicht nur Geld, sondern auch Unternehmungen und Plattformen dezentralisiert werden.


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9. Januar 2018 - Kommentare deaktiviert für Meltdown, Spectre, Electrum: Was Bitcoin-User über die neuen Bugs wissen sollten

Meltdown, Spectre, Electrum: Was Bitcoin-User über die neuen Bugs wissen sollten

Erst Meltdown und Spectre, dann noch ein Bug in der beliebten Wallet Electrum: Wer sich jetzt nicht um seine Software kümmert, läuft Gefahr, Coins zu verlieren. Wir erklären, was die Bugs für Bitcoin-User bedeuten – und wie Sie sich, vielleicht, ein wenig schützen können.

Meltdown und Spectre

Heise nannte Meltdown und Spectre einen “Security-Supergau”, und der Bitcoin (Unlimited) Entwickler Andrea Suisani sagte, es sei “der größte Bockmist, den ich jemals in der IT / Computersicherheit erlebt habe.” Es scheint ernst zu sein.

Was genau hinter dem Bug steht, ist schwer zu erklären. Heise und Wikipedia (Spectre, Meltdown) können das besser als ich. Die Kurzfassung ist, dass eigentlich alle von Intel und vermutlich auch von AMD in den letzten 20 Jahren hergestellten Prozessoren eine “out of order execution” haben, die es dem Prozessor erlaubt, Speicherinhalte spekulativ auszulesen und zu verarbeiten — also ohne dass der Prozessor dazu beauftragt oder berechtigt wurde. Dies ermöglicht es Betriebssystemen, Aufgaben besser zu takten, was die Prozessorgeschwindigkeit erheblich erhöht.

Das Problem ist nun, dass diese “out of order execution” ausgenutzt werden kann. Die beiden Angriffe “Meltdown” und “Spectre” sind im Prinzip zwei Variationen von Angriffen auf diese Eigenschaft der Prozessoren. Über sie kann sich ein Hacker Zugang zu Speicherinhalten verschaffen – und damit prinzipiell auch die privaten Schlüssel und Passwörter auslesen, die in den Speicher geladen werden, wenn Sie eine Transaktion mit Bitcoin oder einer anderen Kryptowährung zeichnen. Ihr Computer ist potenziell ein offenes Buch.

Was können Sie machen, um sich zu schützen? Erstens sollten Sie Updates einspielen, wenn sie verfügbar sind. Windows hat ein Auto-Update, für Debian gibt es ein reguläres Update, und Ubuntu-User müssen den Kernel noch manuell aktualisieren. Im Zweifel und wenn möglich lassen Sie Ihre Bitcoin-Software geschlossen, bis Sie ein Update ausgeführt haben. Aber selbst danach haben Sie keine endgültige Sicherheit, da es zahlreiche bekannte und noch nicht bekannte Angriffe auf die “out of order execution” gibt, und es nicht ganz klar ist, ob die Updates alle beseitigen.

Die Angriffe über die Lücke können vor allem über den Browser ausgeführt werden. Beispielsweise über ein JavaScript, das im Hintergrund einer Seite läuft und Ihren Speicher ausliest, während Sie denken, dass sie im friedlichen Terrain surfen. Daher sollten Sie unbedingt Ihren Browser updaten. Zumindest Firefox hat bereits ein Update veröffentlicht, das gegen die Angriffe schützt. Chrome möchte dies am 23. Januar nachholen, empfiehlt solange aber, die Option der Site Isolation zu benutzen.

Dennoch sollten Sie Ihren Browser, zumindest vorübergehend, nicht mehr als Freund, sondern als Feind betrachten. Stellen Sie JavaScript ab bzw. erlauben Sie es nur noch für Seiten, denen Sie vertrauen. Benutzen Sie einen Adblocker oder Ghostery, um die Aktivität unter der Seitenoberfläche zu reduzieren.

Vor allem aber: Lassen Sie den Browser geschlossen, wenn Sie ihn nicht benötigen. Versuchen Sie, es zu vermeiden, dass Sie Passwörter eingeben oder den privaten Schlüssel in den Arbeitsspeicher laden, während ein Browser offen ist. Selbst wenn Sie den Browser geschlossen haben, kann es sein, dass noch etwas im Hintergrund weiterläuft. Daher sollten Sie alle Tabs wegklicken, bevor Sie den Browser schließen, und öffnen Sie ihn dann, zur Sicherheit, noch einmal, diesmal nur mit dem Start-Tab.

Eine tatsächliche Sicherheit kann Ihnen auch das nicht gewähren. Größere Beträge sollte man daher am besten auf einer Cold Wallet speichern, für die man den Schlüssel auf einem Computer generiert hat, der nicht mit dem Internet verbunden ist.

Electrum

Vor wenigen Tagen wurde eine schlimme Sicherheitslücke in der beliebten Bitcoin-Wallet Electrum geschlossen. Sie sollten unbedingt ein Update herunterladen, und zwar noch bevor Sie zum nächsten mal Electrum öffnen. Dies gilt auch, wenn Sie die Electrum-Fork Electron für Bitcoin Cash benutzen.

Für die, die es genauer wissen wollen: Electrum hat ein ungeschütztes JSONRPC-Interface, das einen “local host” auf dem System öffnet. Für normale User ist das wohl nicht notwendig, aber man braucht es, um die Wallet über ein Web-Interface anzusteuern oder um damit Zahlungen zu akzeptieren. Zwar wählt Electrum für den lokalen Server einen zufälligen Port, doch es gibt Skripte, mit denen man die Ports absuchen kann.

Das Horror-Szenario ist nun: Sie haben Electrum offen und surfen eine Webseite an. Auf dieser Webseite ist ein Script, das über den lokalen RPC Port Zugriff auf Electrum erhält. Wenn die Wallet nicht durch ein Passwort geschützt ist, kann die bösartige Webseite einfach die gespeicherten Bitcoins überweisen. Auch wenn Ihr Passwort schwach ist, also sagen wir, kleiner als 8, vielleicht als 10 Zeichen, sollten Sie sich bedroht fühlen. Denn das Script, das über den RPC Port auf Ihr Electrum zugreift, kann auch einen Code enthalten, der einen Brute-Force-Angriff auf Ihr Passwort ausführt, was bedeutet, dass es sich durch den Wahrscheinlichkeitsraum arbeitet, um das Passwort zu erraten. Ironischerweise nutzt JavaScript dazu auch noch die Rechenkraft Ihres eigenen Computers.

Aber auch bei gutem Passwortschutz kann ein Angreifer über den lokalen Server Optionen in Electrum ändern. Ob dies ermöglicht, Guthaben zu stehlen, etwa indem es die Entropie der Schlüsselgenerierung manipuliert, ist mir nicht ganz klar. Aber es ist in jedem Fall ein unangenehmes Szenario.

Schützen können Sie sich, indem Sie ein Update herunterladen. Das sollten Sie unbedingt tun. Aber grundsätzlich sollte man sich bewusst sein, dass noch weitere, ähnliche Angriffe irgendwo im Code lauern können. Gegen diese wappnen Sie sich, indem Sie ein starkes Passwort benutzen und vorsichtig bei der Wahl der Webseiten sind, die Sie öffnen. Lassen Sie nicht jede Webseite ein JavaScript ausführen, und achten Sie darauf, dass keine Webseite den ganzen Tag offen bleibt.


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8. Januar 2018 - Kommentare deaktiviert für Hallo 2018! Das neue Jahr beginnt mit neuen Allzeithochs!

Hallo 2018! Das neue Jahr beginnt mit neuen Allzeithochs!

Kaum ist das Neujahrs-Geböllere verstummt, geht das Feuerwerk auf den Krypto-Börsen weiter. Ethereum und Ripple erreichen neue Allzeithochs, während Cardano und Tron mit ordentlich Schubkraft im Ranking der Kryptowährungen nach oben klettern. Bitcoin schlenkert derweil im Seitwärts-Kanal. Wir werfen einen Blick auf die spannendsten Währungen der letzten Tage.

Ich hoffe, Sie haben sich nicht vorgenommen, im neuen Jahr seltener auf die Krypto-Kurse zu schauen. Denn die Märkte machen es nicht eben leicht, diesen Vorsatz einzuhalten. Erst gestern haben alle Kryptowährungen zusammen mit einer Marktkapitalisierung von 830 Milliarden Dollar einen neuen Rekord erreicht, bevor es heute wieder einige Einbrüche gab.

Eine Überraschung sind die Coins, die am meisten gewonnen haben.

Bitcoin

Bitcoin gehört nicht zu den Gewinnern der letzten Tage, soll hier aber doch Thema sein. Die wichtigste Kryptowährung bewegt sich seit bald einem Monat in einem stabilen, fluktuierenden Seitwärtskanal zwischen 13.000 und 17.000 Dollar oder 10.000 und 15.000 Euro. Der MemPool ist seit Wochen randvoll, die Transaktionsgebühren sind unbezahl-, die Bestätigungen unberechenbar, und die Dekonstruktion der Bitcoin-Akzeptanz setzt sich nach Steam mit Microsoft fort. Aber den Märkten scheint das schnuppe zu sein. Bitcoin bleibt relativ stabil auf sehr hohem Niveau.

Der Preis von Bitcoin: Stabiles Auf und Ab zwischen 10.000 und 14.000 Euro. Quelle: Bitcoin.de

Auffällig ist jedoch, dass der Anteil von Bitcoin an der gesamten Marktkapitalisierung weiter gefallen ist. Mit weniger als 33 Prozent hat dieser Wert kürzlich ein neues Allzeittief. Die Zeiten, in denen Bitcoin mehr als die Hälfte – wenn nicht gar mehr als 80 Prozent – des in Kryptocoins investierten Kapitals bindet, scheinen vorbei zu sein.

Die Dominanz von Bitcoin (orangene Kurve) war schon mal ausgeprägter. Quelle: Coinmarketcap.com

Ethereum

Mit Bitcoin teilt sich Ethereum derzeit das Werkeln am Limit. Auch bei Ethereum sind die Blöcke voll, die Gebühren steigen und die Bestätigungen werden schwerer zu prognostizieren.

Mit mittlerweile rund 1,2 Millionen Transaktionen am Tag ist Ethereum klar die meistgenutzte dezentrale Blockchain, doch es scheint auch klar zu sein, dass es bei diesem Volumen nicht mehr wirklich weiter geht. Die Anforderungen an die Festplatte nehmen rapide zu, und die Anzahl der “Uncles”, der verwaisten Blöcke, steigt immer weiter an. Beides sind klare Symptome, dass Ethereum an der Grenze des Verkraftbaren kratzt.

Die Anzahl täglicher Transaktionen auf Ethereum. Quelle: Etherscan.io

Dennoch würdigen die Märkte den neuen Wachstumsschub, der Ethereum am 4. Januar einen Rekord von 1,3 Millionen Transaktionen am Tag beschert hat. Am 31. Dezember begann der Ethereum-Preis deutlich anzusteigen, am 5. Januar durchbrach er erstmals die Schwelle von 1.000 Dollar. Heute steht er bei mehr als 1.100 Dollar, und die Marktkapitalisierung erreicht mehr als 100 Milliarden Dollar.

1-Monats-Chart der Ether-Preise in Euro auf Bitcoin.de.

Ripple

Die Überraschung am Ende des Jahres lag bei Ripple. Am 25. Dezember begann die Ripple-Basiswährung XRP – die sowieso ein starkes Jahr hinter sich hat – noch einmal kräftig zu steigen. Von einem Preis von 1 Dollar ging es in mehreren Schritte auf bis zu 3,73 Dollar am 4. Januar. Ripple schoss an Bitcoin Cash vorbei, überholte für einige Tage sogar Ethereum und erreichte eine Marktkapitalisierung von bis zu 150 Milliarden Dollar.

Ein großer Sprung für Ripple, und ein kleiner Sprung für die Menschheit? Die Explosion des XRP-Preises sieht nicht gerade nach natürlichem Wachstum aus. Anfang 2017 war der Ripple-Preis noch bei wenigen cent. Quelle: Coinmarketcap.com

Gibt es einen Grund für diese Kursexplosion? Es heißt, eine mexikanische Bank würde beginnen, Ripple für internationale Transaktionen auszuprobieren. Eventuell noch eine zweite. Aber Meldungen, dass Banken Ripple testen, haben wir schon lange immer wieder mal. Die meisten dieser Experimente versanden, und bislang scheint es keine Bank zu geben, die das System tatsächlich und in nennenswertem Umfang einsetzt. Und selbst wenn dies so wäre – XRP wäre nicht die Währung, die verwendet wird, sondern lediglich ein Spamschutz.

Keine Währung sieht die Krypto-Community so kritisch wie Ripple. Ripple ist kein “hartes Geld” wie die meisten Kryptowährungen, sondern ein System, um Schulden zu verbuchen – das allerdings wohl ziemlich gut. Ripple ist auch nicht so dezentral wie die meisten Kryptocoins, sondern läuft vor allem auf den Servern von Ripple Labs. Politisch betrachtet ist Ripple also das glatte Gegenteil von Bitcoin und Co.

Darüber hinaus sind die XRP selbst nicht durch Mining entstanden, sondern wurden von der Firma Ripple Labs selbst geschöpft und nach Gutdünken verkauft. Rund 60 Prozent der insgesamt existierenden XRP sind weiterhin im Besitz der Firma. Der Ripple-Gründer Chris Larsen besitzt so viele XRP, dass er Anfang Januar mit einem Vermögen von (theoretisch) rund 60 Milliarden Dollar den Facebook-Gründer Mark Zuckerberg als fünftreichsten Menschen der Erde ablöste.

Schließlich ist mir noch etwas aufgefallen, das an Ripple eher negativ aufstößt. Ich hatte noch einen alten Recovery Key von 2013 und dachte mir, fein, ich werde bestimmt 1000, wenn nicht gar 10.000 XRP darauf haben, da sie ja 2013 quasi umsonst waren. Nachdem ich den Key bei Gatehub eingespielt hatte (falls Sie einen haben, sollten Sie das auch machen), stellte ich jedoch fest, dass ich aus falschem Geiz alle meine XRP bis auf 42 Stück verkauft hatte. Ok, immerhin etwa 100 Euro.

Nun kommt aber erst der Haken: Um aktiv zu sein, muss eine Adresse mindestens 20 XRP haben, und weitere 15, um überweisen zu können. Oder so. Es endete damit, dass ich nur 6 XRP an eine Börse schicken konnte. Dort konnte ich diese aber nicht verkaufen, da es erneut ein Problem mit einer Mindestmenge gab. Sprich: Es könnten durchaus Millionen, oder auch Milliarden, von XRP auf Adressen gebunden sein. Was natürlich auch eine Möglichkeit ist, um das Angebot zu verknappen …

Cardano

Am überraschendsten jedoch dürfte der raketenhafte Anstieg von Cardano sein. Die Währung startete Anfang Oktober mit einem Preis von etwa 2 Dollar-Cent je “Ada”, wie die Einheiten dieser Währung genannt werden. In vier Sprüngen kletterte Ada seitdem auf einen Rekordwert von 1,20 Dollar am 4. Januar. Die Token haben ihren Wert also innerhalb von gerade mal 3 Monaten verfünzigfacht. Mit einer Marktkapitalisierung von nun rund 25 Milliarden Dollar hat es Cardano vom Niemand zu einer der Top-5-Kryptowährungen gebracht.

Kurs von Cardano. Quelle: Coinmarketcap.com

Worum handelt es sich? Ehrlich gesagt kann ich hier nur an der Oberfläche kratzen. Gegründet wurde die Währung von Charles Hoskinson, einem Mitgründer von Ethereum, der aber relativ bald wegen programmatischer Meinungsverschiedenheit mit den anderen Entwicklern eigene Wege gegangen ist. Mit Cardano möchte Hoskinson nun die beste aller Blockchains bilden.

Cardano benutzt den angeblich ersten sicheren Proof of Stake Algorithmus, genannt Ouroboros. Die Blockchain hat eine Basis-Schicht, die Settlement Layer genannt wird. Auf ihr liegt eine “Control Layer”, über die Smart Contracts ausgeführt werden. So soll Cardano das Programm, das die Core-Entwickler für Bitcoin bestimmt haben, umsetzen: Eine dezentrale, nur fürs Settlement genutzte Basis-Schicht, und eine weniger dezentrale, für laufende Transaktionen verwendete zweite Schicht.

Weiterhin soll Cardano Identifizierungs-Mechanismen haben, um den regulatorischen Anforderungen von Regierungen zu begegnen, aber gleichzeitig soll es auch Möglichkeiten geben, um die Privatsphäre der User zu schützen. Es wäre möglich, dass sich Cardano in eine Richtung entwickelt, wie sie David Chaums eCash in den 90er angepeilt hat – keine anonyme Benutzung, aber dafür eine Kappung der Verlinkung von Transaktionen.

Cardano dürfte ein interessantes Projekt sein. Aber ob dies schon in einer so frühen Phase eine Bewertung von 25 Milliarden Dollar rechtfertig?

Tron

Nicht weniger verblüffend ist der rasante Aufstieg von Tron. Das ERC20-Token auf Ethereum wurde seit der Gründung im September bis Anfang Dezember für weniger als einen halben Dollar-Cent je Einheit gehandelt. Im Lauf des Dezembers stieg der Kurs dann auf rund 4 cent, und im Januar explodierte er auf kurzzeitig 27 cent. Heute steht der Preis bei etwa 17 cent, und mit einer Marktkapitalisierung von rund 12 Milliarden Dollar wurde Tron überraschend eine der Top-10-Kryptowährungen.

Kurs von Tron. Quelle: Coinmarketcap.com.

Was steckt hinter dem Token? Tron soll wohl eine dezentrale, blockchain-basierte Plattform für digitalen Content werden. Die User sollen Content-Produzenten werden, die auf Tron die volle Kontrolle über ihre Werke und deren Verkauf haben. Zudem soll Tron es jedem ermöglich, per ICO Geld einzusammeln.

Tron ist ein chinesisches Startup von Justin Sun, einem erst 26-jährigen Jungunternehmer, der zum Teil schon als “der nächste Jack Ma” gehandelt wird. Ma ist der Gründer von Alibaba, dem digitalen Mega-Einkaufshaus der Volksrepublik. Sun wurde persönlich eingeladen, einer der ersten Studenten von Jack Mas Hupan Universität zu werden. Als China-Repräsentant von Ripple hat Sun erste Erfahrungen in der Kryptowelt gesammelt, mit seiner App Peiwo gründete er die größte Live-App für Konzerte.

Tron ist derzeit noch ein reines ERC20 Token, soll aber zu einer eigenständigen Blockchain werden. Bis es soweit ist, ist ein Investment in Tron vermutlich vor allem ein Investment auf Justin Sun.

Update: Wie sich wenige Stunden nach dem Verfassen des Artikels herausstellt, waren die heutigen, ökosystemweiten Kurseinbrüche heftiger als erwartet. In etwa 12 Stunden sank die gesamte Marktkapitalisierung von 830 auf 670 Milliarden Dollar. Besonders heftig hat es Ripple (XRP) erwischt, das von $3,40 auf $2,07 abrutschte.


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20. Dezember 2017 - Kommentare deaktiviert für IOTA: Der missverstandene Coin?

IOTA: Der missverstandene Coin?

IOTA ist einer der am schnellsten aufsteigenden, aber auch am schärfsten kritisierten Kryptocoins. Eventuell liegt es daran, dass IOTA eine Menge verspricht und vieles vollkommen anders macht als die anderen. Das weckt Misstrauen. Wer sich mit der Kryptowährung beschäftigt, wird aber erkennen, dass die Entwickler sich durchaus ihren Teil gedacht haben. Aber womöglich eben nicht so viel, wie sich die IOTA-Fans manchmal erhoffen …

Ich muss zugeben, dass IOTA derzeit eines der schwierigsten Themen ist, über das man als Kryptoblogger schreiben kann. Nicht nur, weil es äußerst komplex ist, und man eigentlich, um angemessen darüber zu schreiben, ein enormes Vorwissen braucht. Sondern auch, wei les rasch giftig wird.

Auf der einen Seite scheint es der Kryptoszene schwer zu fallen, IOTA wirklich ernst zu nehmen; auf der anderen Seite reagiert die IOTA-Community auf – ernstgemeinte – Kritik oft etwas zu aggressiv.

Der folgende kurze Twitter-Dialog zwischen Litecoin-Gründer Charlie Lee und IOTA-Entwickler David Sønstebø dürfte die Situation gut illustrieren:

Ich übersetze mal frei: Charlie hat gefragt, ob IOTA nur Hype ist, oder ob es auch einen wahren Wert gäbe. Er habe nur Schlechtes gehört, von einem zentralen Koordinator und einem üblen Bug. David antwortet gereizt, die Art der Frage zeige, dass Charlie keine guten Absichten habe. Er sei engstirnig und habe sich nicht mal die Mühe gemacht, sich in die technische Basis von IOTA einzulesen. Die Halter von Litecoins seien zu bedauern.

Warum ist Charlie tendenziell herablassend, und warum reagiert David so übermäßig erbost und vorwurfsvoll auf eine kritische Frage? Was hat IOTA an sich, das viele in der Kryptoszene skeptisch macht, aber gleichzeitig auch Fans anzieht, die teilweise mit fanatischem Zorn auf Kritik reagieren?

Fast dasselbe Muster finden wir in einer kurzen Auseinandersetzung zwischen IOTAs Dominik Schiener und Core Entwickler Peter Todd.

Peter Todd zitiert einen Bericht, demzufolge IOTA nicht benutzbar ist, und sagt, mit der ihm üblichen Schonungslosigkeit: “Sogar wenn man die lächerlichen, anfängerhaften Sicherheitsfehler ignoriert, ist das Netzwerk ein kaputter, unbenutzbarer Mist.” Dominik Schiener, einer der Gründer von IOTA, antwortet mit der mittlerweile gewohnten Aggressivität: “Lustig, wie Peter Todd falsche News verbreitet, ohne die Artikel zu prüfen. Was ist aus dir geworden, ein Vollzeit-Twitter-Troll?”

Warum rutschen IOTA-Diskussionen so schnell in solche Abgründe ab? Die Antworten auf diese Frage sind komplex. Ich hoffe aber, dass sie helfen, ein Stück tiefer in die neue Kryptowährung einzuführen und manche ihrer Eigenschaften genauer zu erklären.

Designentscheidungen

Warum IOTA viele in der Kryptoszene verblüfft, ist leicht zu erklären: IOTA macht ein Versprechen, das die meisten für uneinlösbar halten, und trifft Design-Entscheidungen, die schräg, für Außenstehende vielleicht sogar unsinnig, anmuten.

Das Versprechen, leicht überspitzt ausgedrückt, geht so: Das Internet der Dinge wird einmal aus 20, oder 30, oder 80 Milliarden Geräte bestehen, die alle online sind. IOTA wird das Rückgrat einer Ökonomie dieser Maschinen sein – die Plattform, mit der die Dinge Geld und Daten empfangen und überweisen können. Denn IOTA kann – theoretisch – dank des Tangles “fast unendlich” skalieren. Auf jeden Fall deutlich besser als die auf Blockchains basierenden Kryptowährungen.

Jeder, der die Skalierbarkeit von Bitcoin und Ethereum auch nur im Ansatz verfolgt, weiß, dass diese hohe Skalierbarkeit ein kühnes Versprechen ist.

IOTAs technischer Kern, der Tangle, beseitigt Blöcke – und damit auch die Latenz, die entsteht, während die Blöcke im Netzwerk verteilt werden. Blöcke sind immer Klumpen von Daten. Zugleich bildet IOTA durch die “Milestones” sogenannte “Snapshots”, wodurch die Knoten alle Transaktionen, die vor den Snapshots stattgefunden haben, wegwerfen können. Das spart Festplattenspeicher und macht den Start eines neuen Nodes einfacher.

Die anderen Faktoren beim Skalieren verbessert der Tangle aber offenbar nicht. Bandbreite, CPU, Arbeitsspeicher bleiben weiterhin limitierende Faktoren. Hier gelten dieselben, wenn nicht noch engeren, Limitierungen wie bei Blockchains.

Dementsprechend misstrauen viele dem Versprechen von IOTA. Es hat – vielleicht – zwei Probleme gelöst. Aber Teile der Community tun zuweilen so, als sei IOTA die vollständige Antwort auf das Thema Scalability.

Mehrere Design-Entscheidungen bei IOTA verschärfen das Misstrauen noch: Zum einen verwendet IOTA einen Post-Quanten-Kryptographie Algorithmus. Ist ja schön, aber erhöht die Größe von Transaktionen etwa auf knapp das Zehnfache. Was bei Bitcoin 160 Byte braucht, braucht bei IOTA 1,6 Kilobyte. Wenn man skalieren möchte, erscheint das kontraproduktiv.

Zum anderen gibt es bei IOTA weder einen Mining-Reward noch Transaktionsgebühren. Das System sieht keine Belohnung für “ehrliche” Netzwerk-Knoten vor. Und das ist ja gerade eine der Schlüsselinnovationen von Bitcoin.

Und schließlich benutzt IOTA ein ternäres anstatt ein binäres System. Die Entwickler sind überzeugt, dass dies notwendig und richtig ist, allerdings bezweifeln das viele, da die allgemeine Software-Infrastruktur der Gegenwart auf binären Systemen beruht. Man macht sich das Leben mit einem ternären System nicht unbedingt einfacher.

Fassen wir es, überspitzt ausgedrückt, zusammen: IOTA will den Full Nodes irrsinnig viele Transaktionen aufbürden, verzehnfacht die Größe von Transaktionen – aber entzieht den Nodes ihre Belohnung.

Ehrlich? Wie soll das funktionieren?

Die Antwort könnte erhellend sein.

Industrie-Nodes

Warum sollte jemand einen IOTA-Node betreiben? Die Anforderungen an die CPU und die Internet-Verbindung ist, über kurz oder lang, enorm. Aus welchen Gründen sollte jemand in die für das “Rückgrat der Machine Economy” notwendige Infrastruktur investieren?

Wenn man in der IOTA-Community solche Fragen stellt, bekommt man, zuweilen, aufschlussreiche Anregungen. Die Nodes werden, heißt es, freiwillig betrieben, von großen Firmen. Der Anreiz ist kein Block-Reward oder Gebühreneinnahmen, sondern die Möglichkeit, beliebig viele kostenlose Mikrotransaktionen versenden und empfangen zu können.

Wenn man dieser Perspektive folgt, ergibt es plötzlich Sinn. Die Annahme von IOTA ist, dass es ein Bedürfnis danach geben wird, dass sich Maschinen gegenseitig mit Mikrotransaktionen für Daten und Dienste bezahlen. Dass es für große Firmen – Bosch, VW, Telekom – profitabel ist, in einen großen Node zu investieren, um an dieser Machine Economy teilzuhaben.

Falls die Konzerne ein solches System wollen, könnte IOTA eine gute Wahl sein, vielleicht die beste, die es derzeit gibt. Technik-Konzerne wollen nicht riskieren, von chinesischen Minern in ein Wettrüsten der Mining-Maschinen involviert zu werden. Sie wollen auch kein Geld durch neue Blöcke erschaffen oder zwingend an Gebühren verdienen. Die Konzerne wollen keine Bank werden – sondern einfach nur kostenlose Mikrotransaktionen versenden. Und das bietet ihnen derzeit nur IOTA.

Auch eine andere Design-Entscheidung ergibt plötzlich mehr Sinn: Bandbreite und CPU sind in einem Netzwerk von Hobby-Nodes stark limitierende Faktoren. Ab einem gewissen Transaktions-Volumen verstopft der Traffic die Internet-Leitung oder legt eine schwache CPU lahm. Wenn man hingegen von Industrie-Nodes ausgeht, sind Bandbreite und CPU sehr lange gar kein Problem. Die ersten limitierenden Faktoren werden die Block-Latenz – die Dauer, bis ein Block alle anderen Miner erreicht hat – sowie die Synchronisierung neuer Knoten. Ein Test von Bitcoin Unlimited hat gezeigt, dass wegen der Block-Latenz bei Bitcoin bei etwa 500 Transaktionen je Sekunde Schluss sein sollte.

Der Tangle und die Snapshots werden damit zu wichtigen Trümpfen beim Skalieren.

Keine glänzende Performance

Wie läuft IOTA in der Praxis? Auch hier versetzt die Kryptowährung gestandene Bitcoin in ein nicht so amüsiertes Staunen.

Es fängt damit an, dass IOTA noch nicht ganz dezentral ist. Der Tangle funktioniert so, dass man, um eine Transaktion zu bestätigen, immer zwei zufällig ausgewählte vorhergegangene Transaktionen bestätigen muss. Das Netzwerk soll desto besser funktionieren, je mehr Traffic entsteht. Bei geringer Auslastung – so wie derzeit – kann der Tangle von selbst noch keinen wirksamen Schutz vor Double Spends gewähren. Es gibt einen sogenannten 34-Prozent-Angriff.

Hier springt der “Coo” ein, der zentrale Koordinator, der von den IOTA-Entwicklern betrieben wird. Er schreibt sogenannte “Milestone”-Datensätze, und in den Wallets von IOTA gelten lediglich Transaktionen als bestätigt, die vom Coo referenziert werden. Ein Mitglied der IOTA Community beschrieb es, etwas überspitzt, so: “Der Coo macht aus IOTA eine einfache Blockchain.”

Der Coo soll zwar in Zukunft abgeschaltet werden – Simulationen der Entwickler zeigen, dass IOTA auch ohne funktionieren wird – aber derzeit fährt IOTA noch mit zentralen Stützrädern. Der Tangle braucht eine zentralisierte Blockchain von Milestones, um zuverlässig zu funktionieren. Und selbst mit dieser Hilfe war die Performance des Systems in letzter Zeit eher unterdurchschnittlich.

Ich beobachte IOTA dann und wann seit etwa Mitte September. Seitdem gab es mehrere Vorfälle, in denen IOTA vorübergehend down oder fast down war. Erst gestern Nacht ist der Coo vorübergehend ausgefallen. Zwischenzeitlich war IOTA extrem langsam, es gibt Dutzende von Berichten über Transaktionen, die nicht ankommen, und von Wallets, in denen das Guthaben fehlt oder nicht angezeigt wird, von Light-Wallets, die nicht verbinden, von Full Nodes, die die Tangle nicht synchronisieren können, und vieles mehr. Einige Mitglieder der IOTA-Community haben mir anvertraut, dass sie “innerlich vor Kritik schäumen” und mit den Entwicklern alles andere als zufrieden sind.

Ich selbst habe kürzlich den Light-Wallets von IOTA ausprobiert und hatte keine Probleme mit Transaktionen. Überweisungen mit Beträgen von weit weniger als einem cent gingen problemlos durch, was ich schon beeindruckend fand. Aber vielleicht hatte ich auch Glück, und mir wurde verraten, mit welchem Full Node ich mich verbinden soll.

Ein Node-Betreiber hat mir erzählt, dass ein öffentlicher IOTA Full Node extrem viele Ressourcen frisst, und der Client eher schlecht performt. “Jedes Computerspiel und Chatprogramm arbeitet sparsamer.” Andere Node-Betreiber sagen, dass ein normaler Node nicht viele Ressourcen braucht. Es ist schwer zu sagen, was genau los ist, da die Informationspolitik bei IOTA eher suboptimal ist, kritische Fragen gerne als FUD abgequatscht werden, und die Sache an sich für Nicht-Eingeweihte eher undurchsichtig ist.

Manche in der IOTA-Community sagen, dass der Client schlecht implementiert ist, andere, dass es Spam-Angriffe gibt, und wieder andere, dass die Relation von Light- und Full Nodes aus dem Ruder gelaufen ist. Laut verschiedenen Angaben prozessiert IOTA derzeit etwa 0,1 bis 1 echte Transaktionen je Sekunde. Wenn die Tangle schon bei dieser geringen Belastung in die Knie geht – wie soll sie dann jemals zum Rückgrat des Internets der Dinge werden?

Beta

IOTA ist, betonen die Entwickler immer wieder, eine experimentelle Technologie. Sie selbst und die Community glauben fest darin, dass der Tangle besser skaliert als eine Blockchain. Aber ihnen ist auch klar, dass alles noch sehr beta ist.

Die Entwickler gehen sehr ehrlich und transparent damit um. Man findet den Hinweis an vielen Stellen. Oft jedoch leider mit der Bemerkung, “genau wie Bitcoin und Ethereum.”

Ja, Bitcoin hatte 2010 die bisher einzige Downtime (als ein Bug einem Miner erlaubte, Milliarden von Bitcoins zu schürfen), und Ethereum fuhr in der Frontier-Phase (etwa das erste Jahr) auch mit zentralisierten Stützrädern. Aber weder Bitcoin noch Ethereum sind zum derzeitigen Zeitpunkt so “beta” wie IOTA. Und keine andere Kryptowährung macht so vieles anders wie IOTA. Der Tangle, die Snapshots, die quantensicheren Signaturen, das tertiäre anstatt binäre System – IOTA erfindet Kryptowährungen quasi neu und lässt keinen Stein auf dem anderen.

Bitcoin und Ethereum hatten das Glück, dass sie ihre Kinderkrankheiten noch bei relativ geringen Preisen durchstehen konnten. Keine der beiden Währungen war in den frühen, sensiblen Phasen auch nur annähernd so viel wert wie IOTA, das derzeit gut 10 Milliarden Dollar aufs Market-Cap bringt und auch schon mal mehr als 15 Milliarden wert war. Bei diesen Summen herrschen andere Erwartungen, und man darf zurecht die Frage stellen, ob die Leistung von IOTA in letzter Zeit diesem Marktwert gerecht wird.

Aber kann man es den Entwicklern wirklich zum Vorwurf machen, dass den Märkten gefällt, was sie machen? Klar ist der hohe Preis von IOTA ein Segen für die IOTA-Community. Aber wenn es darum geht, IOTA durch schwierige Gewässer zu führen, dürfte er auch ein Fluch sein.

Lösungen

Bitcoin und Ethereum sind, natürlich, auch beta. Aber IOTA ist noch viel mehr beta. Das System kann das, was es verspricht, derzeit offenbar nicht leisten.

Doch für jedes Problem sind bereits Lösungen geplant. Der Coordinator wird abgeschafft werden, ein neuer Client wird die Performance verbessern, Flash Channels werden Transaktionen und Daten offchain bringen, das Nelson Protokoll die Spam-Wellen beseitigen.

Manche dieser Dinge sind bereits im Alpha-Modus und werden im Netzwerk live getestet, andere sind für die Zukunft geplant. Der Takt neuer Innovationen, die die IOTA-Entwickler präsentieren, ist hoch. Erst vorgestern wurde der neue Client veröffentlicht, und Berichten der Community zufolge läuft IOTA seitdem wieder wie am Schnürchen.

Man könnte sich über jede einzelne neue Innovation lange informieren und einen Artikel schreiben. Ich möchte, zum Abschluss dieses Aufsatzes, in das Thema der Spam-Angriffe eintauchen. Dies beleuchtet nämlich einen besonderen Aspekt von Bitcoin, der vielleicht der Schlüssel ist, um den Charme dieses Systems zu verstehen.

Spam

Bei Kryptowährungen ist Spam eine Art DoS-, also eine Art Überlastungsangriff. Man versendet endlos viele sinnlose Transaktionen, um die Last auf die Knoten in einem dezentralen Netzwerk zu erhöhen. Alle Kryptowährungen bekämpfen Spam durch ein Limit (etwa die Blocksize) und / oder Grundgebühren.

IOTA nicht. Hier gibt es weder das eine noch das andere. Vor Spam schützt hier lediglich ein Proof of Work (Arbeitsbeweis), der notwendig ist, um eine Transaktion zu versenden. Wer also mit IOTA Geld überweist, bezahlt nicht “nichts”. Er bestätigt zum einen zwei vorhergegangene Transaktionen, und er leistet zum anderen einen “Arbeitsbeweis”, indem er ein kryptographisches Rätsel löst. Im Kern macht er exakt dasselbe wie die Bitcoin-Miner. Man könnte sagen, dass IOTA Mining vollkommen dezentralisiert.

Die Tangle zu spammen kostet CPU-Ressourcen. Und das nicht zu knapp. Um eine einzelne Transaktion zu versenden, braucht ein gewöhnlicher Computer ungefähr 10 Sekunden, ein alter Laptop auch mal mehrere Minuten. Wenn es einen Spam-Angriff gibt, können die Nodes nach Belieben die Schwierigkeit des verlangten Arbeitsbeweises erhöhen. Denn bei einem Tangle ist es, anders als bei einer Blockchain, egal, wer eine Transaktion bestätigt hat. Transaktionen werden oft von vielen nachfolgenden Transaktionen bestätigt, und wenn die Tangle heiß läuft, kann man die Schwierigkeit erhöhen, um seinen Node vor zu vielen anderen Transaktionen zu schützen.

Es ist kompliziert, abstrakt und sehr anders als bei Blockchains. Aber wenn man darüber nachdenkt, sollte die Tangle in der Lage sein, Spam-Angriffe ohne Gebühren abzuwehren. Ein Opfer dieser Lösung sind die kleinen Geräte, die ja eigentlich IOTA nutzen sollen, um Daten zu versenden oder zu verkaufen. Sie dürften nicht wirklich die Ressourcen haben, um den Arbeitsbeweis zu erfüllen. Die Lösung wäre entweder ein spezieller – von der IOTA-Foundation entwickelter – Chip, der den Geräten beigegeben wird, oder ein Design, dass die Geräte ihre Transaktionen an einen Masternode weiterleiten, der dann die Arbeitsbeweise erbringt und die Transaktionen ins Netzwerk einspeist.

Die hier vielleicht spannendere Frage ist aber: Warum gibt es offenbar dennoch Spamwellen? Dem Vernehmen nach ächzt IOTA derzeit unter fortgesetzten Spam-Angriffen, die den Ressourcenhunger der Nodes in die Höhe treiben und das ganze Netzwerk sehr viel langsamer machen. Wenn man eine Transaktion in 10 Minuten bestätigt hat, freut man sich derzeit. Wie geht das?

Die Antwort liegt in ungültigen Transaktionen. Jemand liefert einen falschen Arbeitsbeweis ab und flutet damit die Tangle. Alle Nodes übertragen diese Transaktionen, und jemand, der eine neue Transaktion bildet, muss die falschen Arbeitsbeweise prüfen und verwerfen. Auf diese Weise kann man quasi zum Nullpreis IOTA endlos spammen.

Mit dem Nelson Protokoll wollen die IOTA-Entwickler die Spam-Wellen abwehren. Das Nelson Protokoll soll es Nodes erlauben, andere Nodes auf eine Blacklist zu setzen, wenn sie falsche Arbeitsbeweise veröffentlichen. Oder so, und auch noch mehr. Ich habe mich darin – wie bei so vielem bei IOTA – nicht tief genug eingelesen, um mehr darüber zu erzählen.

Ich vermute auch, es wäre an dieser Stelle zu viel des Guten.

Ein Fazit?

Es gäbe noch irrsinnig viel über IOTA zu erzählen. Mir wurden Statistiken von der Node-Last zugespielt, Dinge über Snapshots, Milestones und so weiter erklärt, was die Unterschiede zwischen ternärer und binärer Logik sind und über die Mathematik, derzufolge der Tangle ab einer gewissen Schwelle von Transaktionszahlen sicher wird.

Am Ende bleiben sehr viele Fragen offen, vielleicht mehr, als ich beantworten konnte. Ich selbst habe weiterhin Zweifel, ob IOTA den selbstformulierten Ansprüchen gerecht werden kann, und denke weiterhin, dass diverse fragwürdige Design-Entscheidungen getroffen wurde. Ich meine auch, dass sowohl die IOTA-Entwickler als auch die Community einen oft sehr unprofessionellen Ton anschlagen, wenn jemand Kritik verlauten lässt, und den eigenen Versprechungen gegenüber zu unreflektiert gegenüberstehen.

Dennoch ist IOTA – und das ist vielleicht mein Fazit des Artikels – eine faszinierende Technologie. Das Konzept, das PoW von den Minern auf die Transaktionen zu bringen, hat einen Charme. Es nun ganz abzuschreiben, weil es noch in einem experimentellen Stadium ist, wie es wohl J. Ratcliff macht, ist nicht fair. Es gibt eine sehr lebendige Community, die von der Technologie des Tangles entzückt ist.

Daher darf man annehmen, dass wir auch in Zukunft mehr von IOTA hören werden.


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19. Dezember 2017 - Kommentare deaktiviert für Die verblüffende Dynamik um Bitcoin Cash

Die verblüffende Dynamik um Bitcoin Cash

BitPay, Coinbase, Blockchain.info, Mycelium – die meisten großen Bitcoin-Firmen lassen sich auf Bitcoin Cash ein. Die Entwickler treiben derweil mit CashShuffle, Subchains, dem neuen Adressformat und reaktivierten Opcodes ihre eigene Vision von Bitcoin voran.

Viele, die in letzter Zeit versucht haben, mit Bitcoin in einem Online-Shop zu bezahlen, dürften die Nachricht von BitPay mit Freude aufnehmen: Um die wachsende Nachfrage nach Zahlungen in Kryptowährungen zu befriedigen, wird der weltweit größte Bitcoin-Paymentprovider “beginnen, auch Zahlungen auf anderen, von Bitcoin inspirierten Blockchains zu unterstützen.”

Den Anfang macht die Integration von Bitcoin Cash. Der Forkcoin von Bitcoin wurde bereits im September in die BitPay Wallet app aufgenommen. “Seitdem gibt es eine wachsende Nachfrage von Händlern und ihren Kunden, Bitcoin Cash auch in unserer Zahlungsdienstleistungen anzunehmen.” Im Frühjahr 2018 werden alle Rechnungen von BitPay standardmäßig auch die Option bekommen, dass man mit Bitcoin Cash bezahlt.

Wer also die im August ausgeschütteten Bitcoin Cash noch nicht verkauft hat, darf sich darauf freuen, dass er ab 2018 wieder mit günstigen Gebühren überall da bezahlen kann, wo Bitcoin mit BitPay akzeptiert wird.

Dem entgegen kommt, dass Bitcoin Cash Einzug in immer mehr Wallets hält. So hat letzte Woche die weltweit größte Online-Wallet, Blockchain.info, Bitcoin Cash in die Wallet integriert. Leute, die am 1. August Bitcoins auf Blockchain.info hatten, erhalten nun dieselbe Menge an Bitcoin Cash. Es gibt auch Hinweise, dass sowohl die beliebte Android-Wallet Mycelium als auch die große Wallet und Wechselstube Coinbase bald Bitcoin Cash unterstützen werden.

Diese bereitwillige Aufnahme von Bitcoin Cash durch das Ökosystem trifft sich mit einer erstaunlichen Dynamik in der Entwicklung der Kryptowährung.

So hat Bitcoin Cash das Problem des “Quadratic Scalings” von Signatur-Operationen bereits mit der ersten Hardfork ausgeschaltet. Die beiden Hardforks zusammen haben mehrere Formen von Malleability eliminiert, und die flexible Anpassung der Mining-Schwierigkeit wurde mit der zweiten Hardforks optimiert.

Darüber hinaus wird im Januar ein neues (optionales) Adressformat eingeführt. CashAddr beruht auf bech32 und sieht etwa so aus: “bitcoincash:qpm2qsznhks23z7629mms6s4cwef74vcwvy22gdx6a”. Ich persönlich finde es ästhetisch fragwürdig, muss aber anerkennen, dass es technische Vorteile gibt und dass der Verzicht auf Großbuchstaben hilfreich ist, wenn man eine Adresse abtippt.

Weiter gibt es einen ersten Entwurf für Subchains. Dieses Konzept sieht eine Art von Zwischenblocks vor, “eine ‘schwache’ oder ‘teilweise’ Bestätigung, die Proof-of-Work-Sicherheit zwischen ‘null Bestätigungen’ und ‘einer vollen Bestätigung’ einführt.” Subchains verfeinern das Spektrum zwischen unbestätigt und bestätigt. Es gibt nicht mehr nur 0 und 1, sondern ein gradueller Aufstieg zur Sicherheit einer echten Bestätigung. Subchains bieten ähnliche Vorteile wie kürzere Blockinterwalle, ohne wie diese die Anzahl verwaister Blöcke zu erhöhen.

Die vielleicht aufregendste Entwicklung um Bitcoin Cash ist CoinShuffle. Ich habe mal vor langer Zeit über dieses Verfahren geschrieben, mit dem man die Anonymität von Bitcoin erhöhen kann. An sich ist es schon lange möglich – und auch nötig – eine Art CoinJoin in die Wallets zu integrieren, da die Privacy von Bitcoin nicht nur unzureichend, sondern katastrophal nicht-existent ist.

Bislang hat sich aber noch niemand darum gekümmert. Mit CashShuffle gibt es nun ein Shuffle-Plugin für Electron Cash. Das ganze ist noch Alpha, aber sehr vielversprechend, da es einen Mechanismus, um die Fungibilität zu erhöhen, direkt in die Wallet bringt. Bitcoin.com hat auch schon angekündigt, CashShuffle in die eigene Wallet aufzunehmen. Dies könnte ein wichtiger Schritt hin zu mehr Privatsphäre auf der Blockchain werden.

Bitcoin Cash wird von mehreren Team entwickelt: ABC, Unlimited, XT, BitPrim und nChain. Diese Teams haben jeweils ihre eigenen Roadmaps und Prioritäten, aber es scheint, zumindest derzeit, ein offenes Klima für die Ideen der anderen zu herrschen und ein Bewusstsein dafür zu bestehen, dass man sich, trotz zuweilen unterschiedlicher Ansichten, irgendwie einigen muss. So war der neue Difficulty-Algorithmus von ABC nicht eben der Favorit von XT und Unlimited, und auch das neue Adress-Format stößt nicht bei jedem auf Gegenliebe. Doch die Zweifel sind nicht stark genug, um die Kooperation zu brechen oder notwendige Upgrades zu verzögern.

Ein gutes Beispiel sind die Opcodes. Alle Teams teilen offenbar die Absicht, abgeschaltete Opcodes freizuschalten und damit mehr Befehle in der Skriptsprache von Bitcoin zu aktivieren. ABC scheint sich auf die deaktivierten Opcodes zu konzentrieren, während Bitcoin Unlimited kürzlich beschlossen hat, zwei selbst konzipierte, neue Opcodes zu entwickeln, zu testen und eventuell ins Protokoll von Bitcoin Cash zu bringen. Diese Opcodes würden native Token auf die Blockchain bringen und die Verifizierung weiterer Daten erlauben.

Insgesamt ist diese Dynamik erfrischend. So, wie Bitcoin selbst davon profitiert, dass der Konflikt um die Weise der Skalierung mit der Fork von Bitcoin Cash ausgelagert wurde, gewinnen die Bitcoin Cash Entwickler davon, dass sie nicht länger von Core abhängig sind, sondern ihre eigenen Vorstellungen realisieren können. Es ist manchmal eben doch besser, wenn jeder sein eigenes Ding macht; die Teile sind mehr, als die Bruchteile des Ganzen. Der Markt honoriert dies und kaufte den Kurs von Bitcoin Cash auf mehr als 1.900 Euro hoch.


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18. Dezember 2017 - Kommentare deaktiviert für Bitcoin wird immer weniger brauchbar als Zahlungsmittel – aber vielleicht macht das gar nicht so viel aus …

Bitcoin wird immer weniger brauchbar als Zahlungsmittel – aber vielleicht macht das gar nicht so viel aus …

Als Zahlungsmittel im alltäglichen Online-Shopping ist Bitcoin derzeit eine Katastrophe. Als digitales Gold legt die Kryptowährung dagegen eine überragende Performance hin. Die Frage, was Bitcoin denn nun ist, dürfte damit entschieden sein.

Wer in den letzten Wochen versucht hat, etwas unter 100 Euro mit Bitcoin zu bezahlen, dürfte in die Röhre geschaut haben. Die Gebühren sind exorbitant hoch, die Dauer der Bestätigung endlos lang. Am Ende wusste man nicht, ob man bezahlt hat oder nicht, schiebt, wenn es eilig ist, nochmal Geld per PayPal nach, und hat, im schlimmsten Fall, auch noch die fünffache Menge der Zahlung als Wechselgeld im MemPool festhängen. Bitcoin ist im Onlineshopping derzeit nicht nur unpraktisch, sondern eine Katastrophe.

Keine Entlastung durch SegWit

Tatsache ist, dass zur Zeit mehr als 135.000 Transaktionen im MemPool festhängen und darauf warten, eine Bestätigung zu bekommen. Das sind rund 195 Megabyte, und damit 50 Megabyte mehr als die tägliche Kapazität von Bitcoin. Das ist so, als würde mehr als eine Tagesladung von Fahrgästen an den Bushaltestellen stehen.

Der MemPool hatte vor kurzem sein Allzeithoch und ist bei starken 180 MB. Quelle: Jochen Hoenickes MemPool-Visualisierung

SegWit, die lange erwartete Scalability-Lösung von Core, hat auch bald vier Monate nach der Aktivierung so gut wie keinen Effekt. Die Rate der SegWit-Transaktionen stagniert bei rund 10 Prozent, die durchschnittliche Blockgröße ist auf lediglich 1,05 Megabyte gestiegen. Damit wird die Prognose, die ich im Sommer für den Kapazitätsgewinn durch SegWit abgegeben habe, deutlich untertroffen – und meine Prognose war schon pessimistisch im Vergleich zu dem, was andernorts versprochen wurde.

SegWit dagegen stagniert bei rund 10 Prozent. Quelle: Count SegWit

Ein Ausweg ist nicht wirklich in Sicht. Es werde nicht über Nacht 50 oder 80 Prozent aller Transaktionen auf SegWit umspringen, und das LightningNetzwerk schreitet zwar voran, wird aber auch noch lange brauchen, um wirklich für Alltagstransaktionen nützlich zu sein. Eine Erhöhung der Blocksize scheint keine Option zu sein, nachdem die Bitcoin-Community erst vor kurzem so heftig gegen diese angekämpft hat.

Die Dekonstruktion der Bitcoin-Akzeptanz

Es kann also normal bleiben, dass man mehr als 300 Satoshi je Byte bezahlen muss, um eine schnelle Bestätigung zu sichern. Das sind derzeit, bei sehr einfachen Transaktionen, rund 10 Euro, werden aber, wenn man komplexere Transaktionen aus mehr Inputs bildet, auch rasch 20 oder 30 Euro.

Die täglichen Einnahmen der Miner durch Transaktionsgebühren haben mehr als 10 Millionen Dollar erreicht. Quelle: Blockchain.info

Kein Wunder ist die Bitcoin-Akzeptanz eher rückläufig. Nachdem Steam schon vorletzte Woche Bitcoin als Zahlungsmittel eingestellt hat, folgte nun auch gpuShack, ein Versandhändler für Mining-Hardware. GpuShack akzeptiert Bitcoin seit 2014, hat die Akzeptanz aber am 16. Dezember beendet. Die API von Coinbase, über den die Seite Bitcoins akzeptiert, “kann nicht länger schätzen, wann eine Transaktion bestätigt wird (ob überhaupt), was eine nicht tragbare Belastung für unseren Kundensupport darstellt.”

Ähnliche Fälle werden voraussichtlich folgen. Für vermutlich die Hälfte bis zwei Drittel der Shops, die wir in unserer Liste mit Akzeptanzstellen führen, ergibt die Bitcoin-Akzeptanz derzeit keinen Sinn mehr. Ironischerweise trifft dies auch auf Bitcoin-Hardware-Wallets wie Ledger und Trezor zu. Sofern nicht etwas Überraschendes passiert, werden wir in den kommenden Monaten wohl die Dekonstruktion der Bitcoin-Akzeptanz im Online-Shopping erleben.

Wer will schon Steam-Keys, wenn auch Flugzeugträger gehen?

Man kann darüber klagen, klar, kann sagen, dass dies nicht die Idee von Bitcoin war und die Kryptowährung nun gescheitert ist. Und so weiter.

Aber man kann es auch als Beginn eines neuen Abschnittes in der Entwicklung von Bitcoin sehen. Denn als digitales Gold oder neue Anlageklasse glänzt Bitcoin wie noch nie. Der Preis erreicht traumhafte Höhen und zieht Altcoins mit sich hinauf; Bitcoin wird als Future auf der Cboe und, seit heute, auch auf der CME gehandelt; Banken, Vermögensverwalter und Privatinvestoren sind wach geworden und wollen Bitcoin ins Portfolio aufnehmen; und es ist mittlerweile eine allgemein anerkannte Tatsache, dass Bitcoin ein wundervoller digitaler Wertspeicher ist.

Es mag sein, dass man mit Bitcoin nicht länger Steam-Spiele, Burger, VPN-Schlüssel, Mail-Accounts, Webdomains und so weiter kaufen kann. Aber dafür könnte es sein, dass die Zentralbanken bald Bitcoin in ihren Körben von Reservewährungen halten, das Bitcoins benutzt werden, um Ölfrachter, Flugzeuge, Züge, Schlösser oder Inseln zu kaufen. Bitcoin könnte die globale Recheneinheit werden, eine Power-Währung für die Konzerne, Staaten und Superreichen, ein Netzwerk, mit dem Millionenbeträge sicher, schnell und günstig versendet werden. Um es kurz zu sagen: Das Zentrum der Weltwirtschaft.

Mit so einer Bestie Steam-Keys oder Grafikkarten zu kaufen, könnte man damit vergleichen, sich ein Kernkraftwerk in den Garten zu stellen, um seinen Herd mit Strom zu versorgen. Es ist gnadenlos überkandidelt. Bitcoin ist die Chance, einen Anteil am künftigen Power-Geld zu haben. Spielt es da wirklich eine Rolle, dass man nicht mehr in Online-Shops mit Bitcoin bezahlen kann?

Vermutlich eher nicht. Aber die Community wird sich an die neue Wirklichkeit von Bitcoin noch gewöhnen müssen.


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16. Dezember 2017 - Kommentare deaktiviert für Binance – die neue Altcoinbörse Nummer eins?

Binance – die neue Altcoinbörse Nummer eins?

Wer im Bereich Kryptowährungen unterwegs ist hat es wahrscheinlich schon mitbekommen. Neben den eingesessenen Altcoin-Börsen wie Bittrex und Poloniex hat sich eine chinesische Plattform etabliert, die in kurzer Zeit einen größeren Marktanteil gewinnen konnte und stetig weiter wächst. Dies liegt unter anderem an dem teilweise neuen Konzept des Binance Tokens (BNB) und der vergleichsweise hohen Anzahl neuer Währungen, die man auf Binance traden kann. Schätzungsweise sind aktuell 70-80 verschiedene Kryptowährungen auf Binance handelbar. Im Folgenden werde ich Binance und die Besonderheiten der Börse vorstellen. Da das Unternehmen gestern bekannt gegeben hat, dass die Plattform jetzt auch auf Deutsch nutzbar ist, nutze ich die Gunst der Stunde.

Interessanterweise hat Binance die eigene Entwicklung über einen ICO finanziert. Im Juli 2017 konnte das Unternehmen erfolgreich 100,000,000 Binance Token (BNB) für etwa 15 Millionen Dollar verkaufen. Dies entspricht 50% aller existenten Tokens (200,000,000). Hier stellt sich direkt die Frage, wofür eine Kryptobörse einen eigenen Token benötigt. BNB ist eine (die klar günstigste) Option auf der Börse Transaktionskosten und Gebühren zu zahlen und unterliegt einer Buyback-Strategie: 20% aller Profite der Plattform werden dazu genutzt BNB Token zurückzukaufen, bis 50% aller Tokens zurückgekauft und geburned worden sind. Somit werden langfristig nur noch 100,000,000 Tokens im Umlauf sein und weitere 100,000,000 unbrauchbar weggeschlossen sein. Das ICO-Modell hat direkte Vorteile für das Unternehmen und Investoren. Binance erhält Kapital um die Entwicklung der Plattform voranzutreiben und Investoren haben die Möglichkeit mittels erworbener BNB zu günstigeren Konditionen auf der Plattform zu traden. Binance User haben die freie Wahl ob sie Fees in BNB oder “klassisch” bezahlen wollen. Falls sie BNB nutzen, sind die Fees um 50% reduziert – so gesehen ist es also fahrlässig nicht BNB zur Zahlung seiner Fees zu benutzen. Hieraus entsteht ein weiterer Grund, weshalb User BNB Tokens kaufen, verbrauchen und erneut kaufen.

Im ersten Quartal hat Binance 986,000 BNB (etwa $1,5 Mio.) gekauft und geburned. Somit hat das Unternehmen im allerersten Quartal bereits einen Gewinn von $7,5 Mio. erwirtschaftet. Vor dem Hintergrund, dass Binance stetig wächst und neue Währungspaare einbindet ist klar vorherzusehen, dass der Quartalsgewinn deutlich ansteigen wird – und folglich auch die Höhe des Buybacks stark ansteigen wird. Hier könnte ein findiger Investor durchaus auf einen Anstieg des Token-Preises spekulieren.

Ein weiteres interessantes Feature der Binance Plattform ist, dass ICOs direkt über deren Plattform durchgeführt werden. Wie einige “ältere” Mitglieder der Krypto-Community möglicherweise noch wissen, haben Börsen wie Poloniex oder Bittrex früher auch ICOs direkt über ihre Plattform angeboten. Tatsächlich kann ich mich spontan an keinen einzigen Coin erinnern, der seinen ICO auf einer dieser Börsen durchgeführt hat und heute noch existiert – möglicherweise Xaurum (XAU), aber auch nur nach deren Rebirth ICO Nummer 2, in dem man alte XAU Tokens swappen konnte. Mit Tron (TRX) hat Binance unter anderem einen ICO abgewickelt, dessen Token aktuell über 1 Mrd. USD Marktkapitalisierung besitzt. Hier entsteht also ein weiterer Grund die Plattform zu nutzen – es ist möglicherweise die einzige Methode auf bestimmte ICOs zuzugreifen. Die erste offizielle ICO-Kampagne des Binance Launchpads, GIFTO, war nach 2 Minuten ausverkauft. Hier konnte man übrigens auch mit BNB am ICO teilnehmen.

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Zusätzlich bietet Binance diverse Anreizsysteme für Nutzer an: So werden einerseits Airdrops an User der Plattform verteilt, andererseits werden User mit hohem Umsatz mit Tokens belohnt. Im Rahmes des Community Coin of the Month können die jeweiligen Communities über Twitter das Listing eines Coins unterstützen, woraufhin der Gewinner als neues Tradingpaar auf Binance geaddet wird. Neben der generell schon sehr hohen Anzahl neuer Tradingpaare gibt es somit für jede halbwegs relevante Kryptowährung die Möglichkeit, kostenfrei auf Binance geaddet zu werden.

Zusammengefasst handelt es sich bei Binance um eine hochmoderne Kryptobörse, die im Gegensatz zu den eingesessenen Börsen Wert auf innovative Services legt und stetig neue Tokens auf der Plattform integriert. Hier ist der Standort in Asien sicherlich ein klarer Vorteil. Börsen wie Kraken, Bittrex oder Poloniex müssen deutlich stärker auf regulatorische Themen Wert legen und besitzen daher nicht die Freiheit weiterhin ICOs in ihre Plattform zu integrieren. Daher kann es nur von Vorteil sein Binance zu nutzen – man erhält Zugriff auf neue Tokens, Airdrops, ICOs.

Wie man in der oberen Grafik sehen kann hat Binance auch ein Referral-Programm. Falls ihr euch entscheidet bei Binance anzumelden, wären wir natürlich sehr verbunden, wenn hierfür die Referral-ID des Altcoinspekulanten genutzt würde (ID 10795179). Wir planen alle Fees dafür zu nutzen weiteren Content für diese Seite zu generieren.

-Lennart Ante

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor oder Teile des Autorenteams sind in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert oder werden in diese investieren (Dies wird ab jetzt standardmäßig unter jedem Artikel erscheinen, da es sein kann, dass zu einem Zeitpunkt nach Veröffentlichung des Artikels investiert wurde).